Bitcoin ist stark ins neue Jahr gestartet. Während der Kurs nach oben schnellt, passiert etwas Auffälliges am Futures-Markt. Dies könnte durchaus in eine schnelle und möglicherweise überraschende Bewegung in Richtung der psychologischen Grenze von 100.000 Dollar münden. Was ist los?
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Krypto-Experten fällt etwas auf: Der Markt ist schief positioniert. Dies hängt mit der Verteilung zwischen Long- und Short-Positionen zusammen, also dem Wetten auf einen Anstieg (Long) oder einen Rückgang (Short) des Bitcoin-Kurses.
Daten von CoinGlass zeigen, dass unter 84.000 Dollar mehr als 10,6 Milliarden Dollar an Long-Positionen zur Liquidierung bereitstehen. Oben sieht das Bild völlig anders aus. Über 104.000 Dollar liegen lediglich rund 2 Milliarden Dollar an Short-Positionen bereit.
Dieser Unterschied ist wichtig, denn Liquidierungen sind keine gewöhnlichen Verkaufsorders. Es sind automatische (erzwungene) Marktorders und gerade deshalb können sie Kursbewegungen unglaublich schnell beschleunigen.
Da Liquidierungen automatisch als direkte Kauf- oder Verkaufsorders ausgeführt werden, können sie in kurzer Zeit zusätzlichen Druck auf den Kurs ausüben und die Bewegung beschleunigen.
Fällt Bitcoin in Richtung 84.000 Dollar, verursacht das möglicherweise eine Kettenreaktion. Long-Positionen werden eine nach der anderen aus dem Markt gedrängt und das liefert zusätzlichen Verkaufsdruck. Oben scheint diese Dynamik auf den ersten Blick weniger groß, weil weniger Shorts bereitliegen, um aufgelöst zu werden.
Die Praxis ist jedoch widerspenstig. Shorts häufen sich manchmal erheblich an und dann kann ein plötzlicher Anstieg dennoch einen knallharten Short Squeeze verursachen. Ein Short Squeeze ist, wenn Anleger durch einen schnell steigenden Kurs gezwungen werden zurückzukaufen. Dadurch steigt der Bitcoin-Kurs letztendlich noch härter.
Dennoch ist es nicht nur der Weg nach oben. Analyst Crypto Dan (CryptoQuant) betont, dass Bitcoin erst strukturell Terrain zurückgewinnen muss, bevor wir wirklich von einer Trendwende sprechen können.
Er schaut dabei auf die sogenannte Cost Basis einer Gruppe von Anlegern, die ihre Bitcoin bereits 6 bis 12 Monate halten. Dies ist der durchschnittliche Preis, zu dem sie ihre Bitcoin gekauft haben. Und der liegt aktuell bei rund 100.000 Dollar.
Laut Krypto-Analyst Crypto Dan ändert sich die Marktstruktur erst wirklich in bullish, wenn Bitcoin dauerhaft über 100.000 Dollar bleibt. Gelingt das nicht, bleibt der breitere Abwärtstrend bestehen, trotz der aktuellen Erholung.
Kurzfristig bleibt Bitcoin zudem anfällig für Gegenreaktionen. Rund um 96.000 Dollar liegt deutlicher Widerstand. Dort tauchte bereits zuvor starker Verkaufsdruck auf. Wird dieses Niveau erneut abgewiesen, kann das für zusätzliche Volatilität und einen zeitweiligen Rückfall sorgen, bevor der Markt endgültig eine Richtung einschlägt.
Auf Hyperliquid ist die Situation übrigens fast umgekehrt. Dort gehen Retail-Trader auffällig oft short und das macht die Oberseite besonders interessant.
Krypto-Trader ChimpZoo weist darauf hin, dass ein Anstieg etwa 6000 BTC an Shorts wegfegen kann, während ein vergleichbarer Rückgang nur 2.000 BTC an Longs treffen würde.
Der Krypto-Experte nennt das Setup sogar absurd: Eine schnelle Bewegung nach oben kann laut ihm Allzeithochs wieder ganz nah bringen.
Het bericht Bitcoin auf 100.000 Dollar? Krypto-Experten sehen besondere Lage verscheen eerst op Crypto Insiders.


