Die globale Finanzlandschaft wurde erneut erschüttert, als Präsident Donald Trump eine neue Zollwelle gegen acht europäische Nationen ankündigte. Ab dem 18.01.2026 hat die Regierung versprochen, einen anfänglichen Zoll von 10 % – der bis Juni auf 25 % steigen soll – auf Importe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und anderen zu erheben. Der Hauptgrund? Ein erneuter und aggressiver Vorstoß der USA, Grönland zu erwerben.
Während Handelskriege traditionell Aktien und Rohstoffe beeinflussen, wird der Krypto-Nachrichtenzyklus jetzt davon dominiert, wie sich diese geopolitischen Spannungen auf digitale Vermögenswerte auswirken werden.
Bitcoin als Risikoanlage vs. digitales Gold
Historisch gesehen hatte Bitcoin Schwierigkeiten während des unmittelbaren Einsetzens von Handels-"Schocks". Im April 2025 verursachten die sogenannten "Liberation Day"-Zölle ein massives Liquidationsereignis, und im Oktober 2025 fiel der $BTC-Preis nach 100 %-Zöllen auf China erheblich.
Im aktuellen Klima von 2026 bewegt sich Bitcoin in einer engen Spanne zwischen $94.000 und $97.000. Analysten sind über die unmittelbaren Aussichten geteilter Meinung:
- Die bärische Sicht: Starke Zollerhöhungen führen oft zu einer "Risk-off"-Stimmung. Investoren fliehen häufig aus volatilen Vermögenswerten wie $Ethereum und $Solana zugunsten von Gold oder Bargeld.
- Die bullische Sicht: Hohe Zölle sind von Natur aus inflationär. Wenn die Kosten für importierte Waren steigen, kann die Kaufkraft von Fiatwährungen wie dem Euro und dem Dollar sinken. Dies könnte schließlich die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin als Absicherung gegen Entwertung zurückführen.
Marktliquidation und Volatilitätsrisiken
Der Präzedenzfall von 2025 zeigt, dass handelsinduzierte Volatilität zu massivem Deleveraging führen kann. Laut Daten von Reuters lösten frühere Zollankündigungen innerhalb von 24 Stunden Liquidationen in Milliardenhöhe aus. Für Händler, die hohe Hebelwirkungen an Krypto-Börsen nutzen, stellen diese plötzlichen "Trump Tweets" oder Truth Social Posts ein großes systemisches Risiko dar.
Wenn die EU ihr "Anti-Zwangsinstrument" zur Vergeltung aktiviert, könnten wir eine längere Phase von Marktinstabilität erleben. In solchen Zeiten wird die Sicherung von Vermögenswerten in Hardware-Wallets noch kritischer, da sich die Börsenliquidität bei extremen Preisschwankungen verschärfen kann.
Kann der "Krypto-Präsident" die Rallye retten?
Die Ironie der aktuellen Situation besteht darin, dass die Trump-Regierung nach außen hin Krypto-freundlich war und sogar eigene Finanzprodukte und ETFs auf den Markt gebracht hat. Allerdings wirken protektionistische Handelspolitiken oft dem "Krypto-freundlichen" Narrativ entgegen, indem sie den US-Dollar-Index (DXY) stärken. Da Bitcoin und der Dollar oft eine umgekehrte Beziehung haben, kann ein durch Handelsbarrieren verursachter "stärkerer" Dollar die $BTC-Preise kurzfristig gedrückt halten.
Wie von Bloomberg berichtet, werden die nächsten Wochen entscheidend sein. Wenn Bitcoin unter das $80.000 Unterstützungsniveau fällt, könnten wir eine tiefere Korrektur erleben. Umgekehrt könnte es, wenn es trotz der EU-Zollnachrichten die $95.000 Marke hält, die "digitales Gold"-These für den Rest von 2026 bestätigen.
Quelle: https://cryptoticker.io/en/trump-eu-tariffs-bitcoin-price-impact-2026/


