Der in London ansässige Fintech-Riese Revolut ändert seine Strategie auf dem US-Markt und entscheidet sich dafür, eine De-Novo-Nationale-Banklizenz zu beantragen, anstatt die Übernahme eines bestehenden US-Kreditgebers zu verfolgen. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Abkehr von den früheren Plänen des Unternehmens, die darauf abzielten, durch den Kauf einer national konzessionierten Bank sofort eine Bankpräsenz in allen 50 Bundesstaaten zu erlangen.
Laut einem aktuellen Bericht der Financial Times erfolgte Revoluts Entscheidung, seine Akquisitionsstrategie aufzugeben, nachdem das Unternehmen erkannte, dass der Kauf einer bestehenden Bank mehrere Herausforderungen mit sich brachte. Dazu gehörten die Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung physischer Filialen von Gemeinschaftsbanken und die komplexen behördlichen Genehmigungsverfahren im Zusammenhang mit Eigentümerwechseln.
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Infolgedessen hat Revolut beschlossen, eine neue Banklizenz über das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) zu beantragen, das kürzlich einen beschleunigten Genehmigungsweg eingeführt hat. Diese Änderung des Ansatzes wird voraussichtlich den Prozess rationalisieren und es dem Unternehmen ermöglichen, effizienter auf dem US-Markt zu expandieren.
Revolut betrachtet den US-Markt als entscheidend für seine globale Wachstumsstrategie. Das Unternehmen hat bedeutende Fortschritte bei der Erweiterung seiner Dienstleistungen und regulatorischen Präsenz gemacht, insbesondere in Europa, wo es eine Markets in Crypto-Assets-Lizenz erhalten hat. Diese Lizenz ermöglicht es Revolut, sein vollständiges Angebot an Kryptodienstleistungen in den 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) anzubieten. Darüber hinaus hat das Unternehmen kürzlich eine Handy-App für seine Revolut X Kryptobörse auf den Markt gebracht, die im Vereinigten Königreich und im EWR verfügbar ist, nach einer erfolgreichen Desktop-Version, die zuvor eingeführt wurde.
Zusätzlich zu seinen regulatorischen Bemühungen hat Revolut erhebliche Investitionen angezogen. Im November schloss das Unternehmen einen Aktienverkauf ab, der von Investoren wie Coatue, Greenoaks, Dragoneer und Fidelity Management & Research Company angeführt wurde. Diese Finanzierungsrunde erhöhte die Bewertung des Unternehmens auf 75 Milliarden US-Dollar, ein signifikanter Anstieg von 66 % gegenüber seiner vorherigen Bewertung von 45 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024.
Trotz der Herausforderungen auf dem US-Markt bleibt Revolut seinem langfristigen Ziel verpflichtet, eine Bank im Land zu etablieren. Während das Unternehmen weiterhin komplexe regulatorische Landschaften navigiert, signalisiert seine strategische Neuausrichtung seinen Ehrgeiz, eine herausragende Position im US-Finanzökosystem zu sichern.
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