Vistra Corp (VST) hatte am 20.03. eine schwierige Sitzung und fiel um bis zu 7,16%, da zwei separate Kräfte die Aktie gleichzeitig trafen.
Vistra Corp., VST
Der erste Faktor war das Ex-Dividenden-Datum. Anleger, die VST am oder nach dem 20.03. kauften, erhalten die bevorstehende vierteljährliche Zahlung von 0,228 $, fällig am 31.03., nicht. Eine solche Datumsangabe zieht den Aktienkurs typischerweise bei Eröffnung um etwa den Dividendenbetrag nach unten. Es ist eine mechanische Bewegung, aber sie summiert sich.
Der zweite Faktor war weniger routinemäßig. SEC-Einreichungen haben eine Welle von Insider-Verkäufen in den letzten Monaten offenbart. Der CEO und mehrere Führungskräfte haben große Aktienpakete verkauft, was Anleger beunruhigen kann, selbst wenn die Gründe banal sind.
Ein aktuelles Beispiel: EVP Stephanie Zapata Moore verkaufte am 09.03. 10.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 160,31 $, insgesamt knapp über 1,6 Millionen $. Das reduzierte ihren Eigentumsanteil um etwa 8%.
Vistras Q4-Ergebnisse, die am 26.02. veröffentlicht wurden, gaben dem Markt wenig Grund zum Feiern. Das Unternehmen meldete einen EPS von 2,18 $, was die Konsensschätzung von 2,45 $ verfehlte. Der Umsatz von 4,58 Milliarden $ verfehlte ebenfalls die Analystenerwartungen von 5,75 Milliarden $ — eine Lücke, die schwer zu ignorieren ist.
Das Unternehmen weist ein Verschuldungs-Eigenkapital-Verhältnis von 6,01 auf und wird zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 77,07 gehandelt, was erhöht ist. Die aktuelle Quote von 0,78 signalisiert, dass es weniger liquide Mittel als kurzfristige Verbindlichkeiten hat.
Positiv ist, dass Vistra sich Investment-Grade-Kreditratings sowohl von S&P als auch von Fitch gesichert hat, ein Schritt, der das Finanzierungsrisiko senkt und die Kreditkosten im Laufe der Zeit senken könnte. Das Unternehmen erhöhte auch seine vierteljährliche Dividende, leicht von 0,23 $ auf 0,228 $ — warte, das ist tatsächlich eine kleine Kürzung. Die annualisierte Auszahlung beläuft sich auf 0,91 $ mit einer Rendite von etwa 0,5%.
Trotz der jüngsten Turbulenzen hat die Wall Street VST nicht aufgegeben. Das Konsensrating bleibt ein klares "Kaufen" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 236,87 $, deutlich über dem aktuellen Handelspreis der Aktie.
JPMorgan erhöhte sein Ziel auf 240 $ und behielt ein "Übergewichten"-Rating bei. BMO Capital Markets bekräftigte sein "Outperform"-Rating mit einem Ziel von 241 $. Goldman Sachs stufte VST im Februar von "Neutral" auf "Kaufen" hoch und setzte ein Ziel von 205 $. Morgan Stanley hält eine Kaufansicht mit einem Ziel von 215 $.
Bank of America kürzte sein Ziel von 231 $ auf 218 $, behielt aber ein "Kaufen"-Rating bei. Wells Fargo senkte sein Ziel ebenfalls leicht von 236 $ auf 234 $, während es "Übergewichten" beibehielt.
Analysten bei Morgan Stanley haben speziell Vistras Rolle bei der Stromversorgung von AI-Rechenzentren als langfristigen Rückenwind für die Nachfrage hervorgehoben.
Institutionelle Anleger halten etwa 90,88% der Unternehmensaktien. Einige große Fonds haben kürzlich Positionen reduziert, was möglicherweise neben der Insider-Aktivität einen stillen Verkaufsdruck hinzufügt.
Der 50-Tage-Durchschnitt für VST liegt bei 163,67 $ und der 200-Tage-Durchschnitt bei 177,75 $. Die Jahresperformance der Aktie bis zur jüngsten Sitzung betrug plus 3,74%, obwohl der heutige Rückgang diesen Gewinn schmälert.
Analysten prognostizieren einen Jahres-EPS von 7,00 $ für das laufende Geschäftsjahr.
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